On the Road Wenn der Weg das Ziel ist
Seit Ende 2005 treten die Cinématte, das Kino in der Reitschule, das Kino Kunstmuseum und das Lichtspiel als Interessengemeinschaft unter dem Label ‹Das andere Kino› auf. Die vier Programmkinos leisten mit ihrer Vielfalt einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Angebot der Stadt Bern. Einmal pro Jahr präsentiert ‹Das andere Kino› einen gemeinsamen Zyklus, 2008 mit dem Titel ‹On the Road›.
Nicht nur das Jahr 1968, die ganze Epoche ist ein Synonym für eine Zeit des Um- und Aufbruchs: Jugend- und Protestbewegung, politische und soziale Bewegungen in der Schweiz und der ganzen Welt. Genau in dieser Zeit – in den 60er und frühen 70er Jahren – entstand das Filmgenre des Roadmovie. Anlass genug, 40 Jahre später dieses Genre in seiner ganzen Breite aufzuarbeiten.
Gesamtprogramm: www.dasanderekino.ch
Die U.S. - Klassiker
Das Kino Kunstmuseum präsentiert eine kleine Auswahl an klassischen Beispielen von U.S. - amerikanischen Roadmovies. Das ursprüngliche Roadmovie ist gleichzeitig mit dem New Hollywood - der filmischen Erneuerungsbewegung, die zwischen 1967 und 1978 das traditionelle Hollywood-Kino modernisierte - in den USA entstanden. Die Filme spiegeln zeitgenössisches Lebensgefühl wider und transportieren neben den Darstellern zugleich deren Ideale wie Freiheit und Unabhängigkeit.
Bonnie and Clyde ist neben dem wohl meistgespielten
Easy Rider - auf dessen Programmierung wir zur Abwechslung verzichten - das bekannteste Roadmovie. Trotz des historischen Settings (Weltwirtschaftskrise mit Beginn 1929) widerspiegelt
Bonnie and Clyde ebenso wie
Papermoon den Geist der Zeit ihrer Entstehungsjahre.
The Rain People ist ein weniger bekannter Film eines ruhmreichen Regisseurs, der seine Karriere mit der New-Hollywood-Ära begann und wohl einer ihrer einflussreichsten Vertreter war. Die weitläufige Erwartung an ein Roadmovie, schnelle Wagen über unendliche Highways flitzen zu lassen, bedient vermutlich am besten Martin Brests
Midnight Run.